Nächster Halt: Bielefeld. Ausstieg in Fahrtrichtung links. Endlich angekommen! Geschwister aus den unterschiedlichsten Städten sind zusammengekommen, um sich nicht nur gemeinsam Vorträge anzuhören, Neues zu erfahren, Geschwister kennenzulernen und auf dem Boden in Schlafsäcken zu schlafen. Nein, denn das IMAN Wochenende unter dem Motto „Connect to Allah“ hatte das Ziel im diesjährigen Ramadander 9. Monat im islamischen Kalender; der Fastenmonat die Gelegenheit zu bieten aus dem Berufs-, Uni- und Schulstress herauszukommen und drei Tage intensiv die persönliche Verbindung zu Allah zu stärken, sie intensiv zu spüren und zu leben.
Am Tag der Ankunft hielt Schwester Noha einen Vortrag zum Motto des Wochenendes. Sie hat einfache Begriffe wie Duadas Bittgebet, das jederzeit auch in der Muttersprache gesprochen werden kann; der Muslim wendet sich in seinen Nöten und mit seinen Wünschen allein an Gott, Tasbih, Gottvertrauen und Gottesbewusstsein noch stärkere Wurzeln in den Herzen der Geschwister schlagen lassen. Sie hat daran erinnert, welch großes Geschenk Allah uns mit diesem heiligen Monat gemacht hat. Damit wurde die Basis für dieses Wochenende gebaut, denn sie hat den Geist erreicht, welcher die darauffolgenden Tage die Nähe zu Allah intensiv und spürbar emotional gesucht hat.
Die Nächte wurden in traumhaft schöner und sehr spritueller Atmosphäre verbracht, denn die Worte Allahs wurden stets rezitiert. Man spürte, wie jeder Teilnehmer gerade die Tarawihgebete nutzte, um zu Allah zu sprechen, ihn um Vergebung zu bitten und ihn zu lobpreisen. Auch Bruder Ali hat in seinem Vortrag am Samstagmorgen an die Besonderheit der letzten zehn Tage im Ramadan erinnert und wie viel Segen in ihnen steckt. Er hat an Lailatul Qadr erinnert - an die Nacht, in der unserem geliebten Propheten s.a.s die ersten Verse des Qurandas gesegnete Buch des Islams; wörtlich: „die Rezitation“, „das oft Gelesene“; das Vorgetragene; die Lesung; der Vortrag; das von Allah an Seinen Gesandten Muhammad (saw) offenbarte Buch in arabischer Sprache überbracht worden sind. Er hat daran erinnert, dass unser Engel Jibril auch in diesem Ramadan, an Lailatul Qadr, auf die Erde kommen wird.
Schwester Noha hat in ihrem Vortrag am gleichen Tag an die Verantwortung erinnert, die wir für die Menschen auf dieser Erde tragen und betont, wie wichtig es sei, dass wir den Quran lesen, ihn auswendig lernen, verstehen und umsetzten. Am Samstag fand auch eines der Highlights statt: der Ibadat-Garten. Durch sechs Stationen wurden die Geschwister geleitet, darunter Dua, Vergebung, Natur und Schöpfung, Zikr und Quran. Das bedeutete, 15 bis 20 Minuten intensiv Dua machen, Allah danken für das, was man hat, Allah bitten und um Vergebung bitten. Sich intensiv mit begangenen Fehlern auseinandersetzen, Allahs Schöpfung bewusst erkennen und ihm danken. Spenden und an Geschwister denken, die zum Iftardas Fastenbrechen; das Abendessen im Ramadan; die Mahlzeit zum Fastenbrechen nach Sonnenuntergang nicht so viel zu Essen haben wie wir. Allah intensiv preisen und in einer inschaAllahwörtlich: wenn Allah will; solange Allah zulässt; wenn man etwas zu tun beabsichtigt oder jemandem etwas verspricht, soll noch „inschâallâh“ hinzugefügt werden gesegneten und kleinen Runde seine Worte rezitieren. Das Bewusstsein, dass diese Nacht Lailatul Qadr sein könnte, nahmen sich spürbar alle zu Herzen.
Es floss sogar die eine oder andere Träne - Tränen der Freude, der Reue, der Hoffnung, der Rührung angesichts der wunderschönen Quranrezitation. Für die Pausen zwischen den Gebeten wurde mit leckeren Kuchen und Getränken reichlich gesorgt. Ein üppiges und leckeres Büffet zum Iftar und ein typisches MJD-Frühstück zum Suhur, mit Nutella, Käse und Aufstrich gab es außerdem - ach ja, und Toast nicht zu vergessen.
Sonntag, am Tag der Abreise, erinnerte uns der Referent Bruder Jasser an den Sinn des heiligen Monats Ramadan, welche Ziele dieser hat und dass er unter anderem auch dafür da ist, die Ummahdas Volk; die Nation; die Gemeinde; die weltweite Gemeinschaft der Muslime zu stärken; so wie wir alhamdulillahalles Lob gebührt Allah; „Alhamdulillâh“ zu sagen bedeutet, am Ende jeder Sache Allah zu danken gestärkt worden sind, denn jeder, der Bielefeld nach diesem Wochenende verlassen hat, hatte ein: „Yes, Mission completed. Got Connected to Allah“ ("Mission erfüllt. Mit Allah verbunden) auf die Stirn geschrieben.





